Powerwolf, Pagan’s Mind, Brainstorm – 12.03.08 Rockfabrik Ludwigsburg
Fast zwei Wochen ohne Konzert, das kann ja kein Zustand sein. Zumal noch eine D300 begierig auf ihre Konzert-Entjungferung wartete.

Also ab zu Powerwolf, Pagan’s Mind und Brainstorm in die Rockfabrik Ludwigsburg. Power Metal ist nicht euer Ding? Zugegeben, meins eigentlich auch nicht. Zu viel triefender Schmalz und Drachengetöte, das geht doch eigentlich auf keine Kuhhaut, oder? Dachte ich auch, wurde jedoch dann mehrmals positiv überrascht im Laufe dieses Abends ..
(Mehr Text und die üblichen Shooting-Infos gibts mit einem Klick auf “Read More”)
Zuerst einmal die Rockfabrik: Obwohl sich diese Disco mittlerweile zur absoluten Institution im süddeutschen Metal-Raum gemausert hat, hatte ich bis gestern noch nie einen Fuß hinein gesetzt. Entweder war der Weg zu weit, kein freiwilliger Fahrer oder andere, widrige Umstände im Weg. Das Einzige was ich vorher schon in Erfahrung bringen konnte: Einen Fotograben würde es definitiv nicht geben. Also gleich ein kleiner Härtetest für die D300.
Die Sache hat aber auch ihre guten Seiten. Ohne Graben, kein Rausschmiss für die Fotografen. Somit konnte ich die kompletten drei Bands durchfotografieren (und nachdem meine Kamera 1600 Auslösungen an diesem Abend gezählt hat, habe ich das wohl auch mehr oder weniger getan) und viel mit den Perspiektiven experimentieren. Für Konzerte ist die Rockfabrik als Disco eine äußerst interessante Location. Die Bühne wird letztlich auf der Tanzfläche aufgebaut und ist von etwas höher angelegten Sitzplätzen, Tischen etc. umgeben. Wunderbar, um über die Köpfe der Zuschauer hinweg zu fotografieren, ohne sie aber ganz aus dem Bild nehmen zu müssen.
Überrascht war ich dann auch vom Sound. Zumindest den Headliner, Brainstrom, kannte ich auch von CD und hätte zu Beginn fast schon schwören können, dass der erste Song komplett von der Platte abgespult wurde. Ein Kompliment also an das Mischerteam und natürlich auch die Band selbst. Auch die Bands zeigten sich sehr spiellaunig und keinesfalls “käsig”. Powerwolf dürften vielleicht noch am ehesten ins stereotypische Bild des Kraftmetallers passen, aber selbst ihr mystisch aufgezogener “Werwolf-Metal” fand im Publikum seine Zustimmung, wie auch die folgenden progressiven Künstler Pagan’s Mind und die fast schon Lokalmatadoren Brainstorm. Apropos Mischer, auch von der Beleuchtung wurde ich angenehm verwöhnt. Mal etwas viel massiges Rotlicht oder eher düsteres Ambiente, größtenteils aber schön abwechselnde und Varianten reiche Lichtmuster.
Und dann natürlich sie, die D300. Zugegeben: Während der ersten Band hatte ich doch eine gewisse Mühe, mich mit der D300 “unter Strom” auseinander zu setzen und gleichzeitig noch eine passende Belichtung für die Szenerie zu finden. Aber dieses Wunderstück von Kamera macht es dem Fotografen zum Glück äußerst einfach. Den Sprung im Autofokus und dem Rauschverhalten von der D70 kann man getrost als dramatisch bezeichnen. Diese Schärfe und Genauigkeit war ich bisher nur selten gewohnt.
Die Show verteilte ich dann auch relativ gleichmäßig auf meine beiden Hauptlinsen, das 17-50er und 70-200er. Erstere fand vorallem direkt vor der Bühne im weitwinkligen Bereich und in Höhe der dritten oder vierten Reihe für Oberkörperaufnahmen statt, während ich das Tele eher von den Seiten, dem Mischpult oder ebenfalls dem Mittelfeldfür ein paar Close-Ups einsetzte. Mit den ISOs bewegte ich mich zwischen ISO1600 und ISO3200 (ich weiß, Besitzer etwas jüngerer Kameras mögen davon nicht ganz so fasziniert sein wie ich, aber für mich ist es eine Offenbarung mal auf so etwas zurück greifen zu können) um Verschlusszeiten zwischen 1/60s und 1/500s raus zu kitzeln.
Im Großen und Ganzen (und nach einigen Runden Kamerakalibrierung in Lightroom) bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Tolles Konzert, gute Bilder, ein schöner Abend. Ich hoffe die D300 bringt mir weiterhin Glück.
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Great shot at the top of this post, I love the light coming from behind and below the singer. Good to see the D300 is treating you well.