Ragnarök V – 28.03/29.03 Stadthalle Lichtenfels

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Endlich ist sie da, die Festivalsaison 2008 hat – zumindest für mich – begonnen. Übrigens auch mein erstes Festival als Fotograf, immer im Versuch das Gleichgewicht zwischen Bier und Fotoapperat zu halten ;)

(Die komplette Festivalreihe, Infos zum Verlauf und die üblichen Shooting-Notes mit einem Klick auf “Read More”) 

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Es ist schon interessant, deutlich mehr als eine Band an zwei aufeinander folgenden Tagen zu fotografieren. Für mich bot es diesesmal vorallem auch die Gelegenheit, mich etwas mehr mit dem Autofokus der D300 zu beschäftigen. Nachdem ich vorallem am ersten Tag mit zu viel Ausschuss für meinen Geschmack zu kämpfen hatte, lief der zweite Tag mit etwas Tuning am AF-Modul deutlich besser. (Als kleiner Tipp: Bei der D300 bietet sich die Verwendungen des AF-C zusammen mit der dynamischen Messfeldwahl, allerdings beschränkt auf 9 gruppierte Fokusmessfelder, an. Bisher hab ich immer alle 51 für die Berechnung des AF hinzu gezogen, das verwirrt den AF bei wechselnden Lichtverhältnissen und Vollaufnahmen von Personen wohl etwas zu sehr. Ob man die Auswahl der AF-Punkt bei 51 lässt oder auf 11 beschränkt ist wohl Geschmacksache).

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Die Traube an Fotografen war erstaunlich groß. Mitte des ersten Tages musste deshalb von 3 Songs für eine Gruppe auf 2 Songs für 2 aufeinander folgende Gruppen umgestellt werden, was die Sache nochmal etwas komplizierter machte, zusätzlich durch viel Catchlight von Fotografen mit kleiner dimensionierten Kameras. Die Bühne war recht klein, ungefähr in Brustbeinhöhe. Die Belichtung war äußerst wechselhaft. Obwohl relativ großes Potential vorhanden war, was zumindest bei einiges Bands wie “Battlelore” aufgefahren wurde, hatten wir vorallem bei den Headlinern mit schwammigem Rotlicht zu kämpfen. Dumm, dass es mich meist in die erste Gruppe der Fotografen verschlug, die zweite Gruppe hat noch eher gewöhnliches Licht zur Verwendung. Über die Helligkeit an sich konnte ich mich aber kaum beschweren. Durchschnittlich fuhr ich auf ISO1600 mit Verschlusszeiten um die 1/200s, mit der D300 ohne weiteres nutzbar.

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Als Linsen kamen ausschließlich das 17-50 2.8 und das 70-200 2.8 zum Einsatz. Gerne hätte ich noch etwas mit dem 50 1.8er, das bei mir kaum noch zum Einsatz kommt, experimentiert. Dazu fehlte aber letztlich die Zeit. Den ersten Song verbrachte ich grundsätzlich direkt am Bühnenrand, um Weitwinkel und – endlich auch mal – ein paar Querformataufnahmen einzufangen. Zwei Schritte zurück und auf 50mm aufgedreht brachte dann mehr Bilder ab Hüfte aufwärts auf die Speicherkarte, zum zweiten Song hin wurde dann auf das 70-200 2.8 gewechselt und nur einen Schritt von der Absperrung entfernt fotografiert. Letztlich sind die meisten meiner Favoriten auch damit enstanden, da durch die kleine Bühne und die Beleuchtung der Hintergrund sich oft sehr deutlich abzeichnete. Mit dem 70-200er hingegen hatte ich einen recht direkten Winkel zu den Musikern und bekam wenig von der angeleuchteten Decke mit aufs Bild.

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Im Großen und Ganzen ein ordentliches Festival. Leider nicht ganz so angenehm,  wie die meisten Openair-Festivals, nicht nur wegen dem eher geringen Camping. Irgendwie war die Stimmung nicht so angenehm, wie ich das in Erinnerung hatte. Seis drum, mit den Bildern bin ich – im Großen und Ganzen – zufrieden. Ein paar Impressionen zum Festival und den Menschen folgt noch.

Die komplette Bildergalerie: Ragnarök V

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7 Comments so far

  1. trabi 7 Apr 2008 0:15

    deine erläuterungen zu den wirklich superben fotos sind echt klasse!!! auch ich hatte in der zweiten gruppe mit dem unterschiedlichen licht zu kämpfen. ich versteh auch nicht, wieso man manchmal so sparte, obwohl die licht-pa ausreichend bestückt und auch nicht zu hoch aufgebaut war. letztes jahr war es besser.
    kannst ja mal meine ersten bilder anschauen. so richtig bin ich aber auch nicht zurfrieden. ok, ich hab auch nur die 400er und 350er plus standardobjektive und dem 28-70 canon (ganz selten das 50-200er canon genutzt, da die bühne ja wie du schon erwähnt hast, so niedrig war) zur verfügung. das tamron bzw sigma wirds sicher auch für canon geben, oder?

  2. Andreas 7 Apr 2008 10:38

    Klar, die gibts auch fürs Canon-Bajonett.

    Freut micht, dass die Erläuterungen, ebenso wie die Bilder, gefallen. Ich werd mir deine mal heute abend anschaun, wenn ich mehr Zeit dazu habe :)

    Das Sparen während den ersten Songs ist halt Routine. Wie beim Lüften eines Vorhangs, nur langsamer. Nicht gut für die Fotografen, aber anscheinend gut für die Stimmung, in Augen der LJs ;)

  3. Todd 10 Apr 2008 21:50

    My pick of these is the second to last shot, the wide angle of the guitarist with the black Flying V. Metal.

  4. Andreas 11 Apr 2008 9:18

    Yeah, I like this one, too. The hand that is popping out gives the picture this cool three dimensional look.

  5. Keith 18 Apr 2008 21:19

    I really love the intensity you captured here. Looks like a crazy show that you were able to get some great shots from!

  6. Andreas 19 Apr 2008 11:42

    Thanks Keith, there were defenitely some cool bands on stage there ;)

  7. kuchenkabel 24 Sep 2008 14:00

    hey.
    bin grad noch mal auf deine fotos gestoßen… gehe davon aus, dass die meisten mit dem 17-50er entstanden sind, oder? bin gerade am überlegen ob ich mir das 17-50er oder das 28-75er zulegen soll. beim ersten sind mir die 50mm etwas zu kurz… und beim zweiten die 28mm etwas zu lange ^^. haste ne idee?

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