Marexecution, Aetas Obscura, Fausth – 09.05.08 Kellerassel Tübingen

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Schlechtes Licht bin ich ja gewohnt. Aber dass das Licht in der Kellerassel meine bisherigen Erfahrungen nochmal toppen würde, das war schon von vorne herein abzusehen. Also Blitzakkus aufgeladen und ab ins Getümmel.

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Eng und dunkel, das dürfte die “Bühne” in der Kellerassel wohl am ehesten beschreiben. Ein kleiner Ikea-Deckenleuchter bot gerade genug Licht, um die Musiker, eingepfercht auf kleinem Raum, einigermaßen identifizieren zu können. Schön aber, dass dies der Stimmung kaum einen Abbruch tat, auch der Sound war überraschend gut.

Glücklicherweise waren die Wände um mich herum weiß gestrichen, so dass ich zumindest keine übermäßige Blitzenergie durch die Gegen ballern musste. Dass ich nicht ohne Blitz auskommen würde, das war mir von vorne herein klar. Die Frage ist immer nur die Art und Weise des richtigen Einsatzes.

Einen Strobist-Einsatz mit entfesseltem Blitz war nicht möglich. Dieser wäre höchstens mit Blitzen auf die Decke gerichtet machbar gewesen, das war sowohl vom Platz als auch vom resultierenden Licht her keine interessante Option. Moment, blitzen über die Decke müsste doch ein schön weiches Licht erzeugen, oder nicht? Absolut richtig, die Decke hätte in der Tat als eine Art monströse Softbox funktioniert. Die Richtung in der das Licht auf die Musiker geworfen wird, hätte jedoch die kompletten Gesichter füllend ausgleuchtet, im Grunde nur eine weichere Variante des direkten Blitzes. Viel interessanter für mich sind die Wände. Gerade wenn sie in Reichweite sind, bieten sie eine interessante Variante zur Decke, da das Licht einen Verlauf über die Gesichter der Musiker nimmt, Schattenlinien wie sie auch Studiofotografen bei Portrait-Shootings meist zum Einsatz bringen. Dieses gerichtete Licht erzeugt weitaus mehr Spannung als plattes, frontales Licht.

Damit die ganze Sache nicht so leer aussieht, hab ich den Deckenfluter natürlich auch noch mit in die Bilder gebracht. Da ich durch den Blitz ein einfrierendes Element erhalte, das die Konturen der Musiker im Bild festnagelt, kann ich wunderbar mit den Verschlusszeiten der Kamera spielen. Auf Basis von ISO800 und f2.8 lag ich am Ende zwischen 1/40s und 1/15s. Außerdem ermöglichen die langen Zeiten auch, gezielt mit dem Licht zum spielen. Während der Belichtung ins Bild hinein zoomen oder die Kamera – ich weiß, sieht ziemlich dämlich aus – um die optische Achse drehen, das lässt das Bild viel dynamischer wirken.

Für mich sind diese kleinen Auftritte immer eine interessante Alternative in familiärer Atmosphäre und eine willkommene Abwechslung zum eintönigen “3 Songs kein Blitz”-Schema der größeren Acts.

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1 Comment so far

  1. Nik 25 Aug 2008 12:50

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